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Werkauswahl

Reduzierte Werke

Fotomediale Arbeiten über die Plausibilität von Form und Bild.

Reduzierte Werke

Diese Auswahl versammelt Arbeiten aus unterschiedlichen Werkgruppen, die durch Reduktion, klare Formen und eine konzentrierte Bildstruktur verbunden sind.

Ausgangspunkt ist Fotografie. Doch das Abgebildete tritt zurück. Flächen, Linien, Übergänge und Brüche bestimmen zunehmend das Bild und lösen sich teilweise von dem, was ursprünglich fotografiert wurde. Durch Montage, Faltung, Retusche und andere Eingriffe entstehen Bildräume, die zwischen fotografischer Wirklichkeit und konstruiertem Bild oszillieren.

Mich interessiert dabei die Plausibilität von Form: Wie wenig braucht ein Bild, damit wir darin Zusammenhang erkennen? Wann akzeptieren wir einen Übergang, eine Fläche oder einen Raum als glaubwürdig – auch wenn das Sichtbare dieser Wahrnehmung widerspricht?

Die Reduktion macht diese Prozesse sichtbar. Sie nimmt dem Bild nicht Bedeutung, sondern verschiebt die Aufmerksamkeit. Das Motiv verliert seine Eindeutigkeit, während die Wahrnehmung selbst stärker in den Vordergrund tritt.

Die hier versammelten Arbeiten verstehe ich deshalb weniger als eigene Werkgruppe denn als eine Linie innerhalb meiner Arbeit: Fotografisches Material wird zum Ausgangspunkt für Bilder, deren Wirklichkeit sich erst im Sehen bildet.